
UNZENSIERT: BRIEFE AUS DEM IRAN
Künstlerinnen und Künstler unter dem Mullah-Regime
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Der deutsch-iranische Künstler Mehrdad Zaeri im Gespräch.
"Worte helfen nicht. Und doch sind sie alles, was wir haben. Sie formen Handlungen. Und manchmal richten diese Handlungen sich gegen uns – wie Flugkörper aus Sprache, geschossen in den Nachthimmel.“
Die blutig niedergeschlagenen Aufstände der Menschen im Iran liegen schon wieder einige Wochen zurück. Doch die Repressionen in diesem „Gottesstaat“ halten weiter an. Aktuell überschlagen sich die Ereignisse, und diese Veranstaltung bekommt jeden Tag einen neuen, keinesfalls weniger Sinn. Auch zu leiden haben unter der Unfreiheit des Mullah-Regimes Schriftstellerinnen, Filmemacher und andere Künstlerinnen. Was das bedeutet, thematisiert der Deutsch-Iraner Mehrdad Zaeri am 22. April. Mehrnousch Zaeri-Esfahani liest aus unzensierten, bislang unveröffentlichten Briefen einer persischen Autorin an Mehrdad Zaeri, der ihre eindrucksvollen Texte übersetzt hat:
„Meine iranische Freundin ist Autorin und Journalistin. Da sie seit Jahren nicht mehr als schreibende Frau öffentlich arbeiten darf, schreibt sie im Hintergrund Drehbücher für Filme und produziert eine eigene Podcast-Reihe. Wir sind uns in der ‚echten Welt‘ nie begegnet. Seit etwa zehn Jahren schreibt sie mir aus ihrem alltäglichen Leben. Sie lässt mich so das innere wie äußere Leben einer jungen Frau im heutigen urbanen Tehran verstehen. Ich selbst, wohnhaft im demokratischen Deutschland, in Mannheim, bin Buchillustrator, Geschichtenerzähler und Street-Art-Künstler. Gemeinsam mit meiner Frau Christina Laube realisiere ich seit 2016 unter dem Namen DUO SOURATI (persische Bedeutung: Altrosa) großformatige Zeichnungen auf Hausfassaden.“
Die Einnahmen aus den Spendentickets kommen der Iranischen Künstlerin zugute.
Mittlerweile werden die Briefe wöchentlich von FAZ veröffentlicht.